Wahlprogramm 2020 - 2026

Den Markt Painten 2030 gestalten und damit die Zukunft sichern. Der Gestaltungszeitraum endet nicht mit der Legislaturperiode. Darum wollen wir mindestens bis zum Jahr 2030 blicken. Dies vor allem auch unter dem Gesichtspunkt des sich abzeichnenden Wandels des Klimas, aber auch unseres Gesellschafts- und Arbeitslebens. Daher haben die bisherigen Markträte und die Kandidatinnen und Kandidaten für die anstehende Kommunalwahl das nachstehende Programm entwickelt. Selbstverständlich werden Anregungen und Vorschläge aus der Bürgerschaft gerne angenommen.

Wie aus unserer Weihnachtskarte ersichtlich, hat sich unser Marktflecken im Laufe der Zeit deutlich verändert. An dieser Entwicklung haben die Markträte der "offenen Liste SPD“ durch zielgerichtete Ideen und Forderungen erheblichen Anteil. So sind auch die wesentlichen letztjährigen Maßnahmen aufgrund ihrer Initiativen entwickelt und umgesetzt worden. Beispielhaft sind zu erwähnen, der Bau des AWO-Wohn- und Pflegeheimes, die Neugestaltung des Ortskerns mit Erneuerung des Kirchenumfeldes und des Marktplatzes, Breitbandversorgung und die Ausweisung von Baugebieten. Auch im sozialen Bereich wie z.B. Mittagsbetreuung in der Schule, Gründung einer Nachbarschaftshilfe wurde einiges angestoßen. Durch entsprechenden Weitblick wurden für die Zukunft unseres Marktfleckens, nämlich für unsere Kinder, die Betreuungs- bzw. Lernmöglichkeiten vor Ort geschaffen. Dies auch gegen nicht unerhebliche Widerstände.

Wir wollen daher „unsere soziale Stadt/Gemeinde“ unter ökologischen Gesichtspunkten weiterbauen und entwickeln.

Es gibt einiges zu tun. Insbesondere müssen wir uns mit sich deutlich verändernden Rahmenbedingungen befassen.

Wir haben hierzu vier Haupthandlungsfelder, wobei sich natürlich Überschneidungen und Ergänzungen ergeben werden, definiert. Insbesondere ist das Notwendige bzw. das Wünschenswerte mit dem Machbaren unter dem Blickwinkel der Finanzierbarkeit, aber auch der Ressourcen- und Klimaschonung zu sehen.

  1. In Boin leben und wohnen

    • ausreichenden und bezahlbaren Wohnraum organisieren
    • Baumöglichkeiten auch über eine Nachverdichtung schaffen
    • Entwicklung eines überschaubaren Mietwohnbaues, ggf. auch eines sozialen Wohnungsbaues
    • Bestandsimmobilienmanagement (Nutzung von Baumöglichkeiten bei Leerständen und unbebauten Flächen im Innerortsbereich)
  2. Soziale Stadt/Gemeinde

    • Bürger- oder Gemeinschaftshaus
    • Ausbau der Betreuungsmöglichkeiten für Senioren (ggf. mit AWO)
    • Erhalt bzw. Ausbau der Kinderbetreuungsmöglichkeiten, Ganztagsschule
    • Inklusion und Barrierefreiheit umsetzen
    • Sicherung der Ärzteversorgung
    • Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Lebensunterhalt
  3. Digitale und analoge Mobilität

    • Breitbandversorgung
    • Mobilfunk
    • Bau bzw. Ausbau der Radwege auch Landkreis übergreifend nach Deuerling, Hemau
    • Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs nach Deuerling, Saal und ggf. Beratzhausen (Parsberg)
  4. Kommunale Klimapolitik

    • Sanierung und Umbau des Weihers zu einem kleinen Freizeitidyll
    • Berücksichtigung bzw. Vorrang des Klimaschutzes bei allen Aktivitäten
      z.B. reduzierter Flächenverbrauch, Schutz des Grundwassers, erneuerbare Energien, Flächenversiegelung, Wasserschutzgebiet, usw.