Auf den Punkt gebracht

Im Jahre 2013 haben wir die Investitionen in die Breitbandversorgung (schnelles Internet) auch gegen die Kritik innerhalb des Marktrates entschieden. Dies wurde sukzessive umgesetzt und damit sind wesentliche Teile unseres Gemeindegebietes mit einer durchaus vernünftigen Netzversorgung abgedeckt. Einige von diesem Projekt nicht ausreichend erfassten Gemeindeteile werden in einer Folgemaßnahme (Höfeförderung) in Kürze mit Glasfaser ausgestattet. Auch die Schule wird demnächst mit Glasfaser arbeiten können. Ab März 2020 fördert der Freistaat Bayern das "Turbo-Internet". Hier ist möglichst schnell zu klären, inwieweit unsere Gewerbetreibenden und evtl. auch private Haushalte in den Genuss von Glasfaser kommen können.

Seit 2018 gibt es ein vom Land aufgelegtes Mobilfunkprogramm. Von unserer Gemeinde wurde eine Marktsondierung beantragt. Ergebnisse und evtl. Rückschlüsse daraus sind in der Öffentlichkeit nicht bekannt. In diesem Programm ist die interkommunale Zusammenarbeit (die anscheinend auch ruht) explizit vorgesehen. Für Maßnahmen sind höhere Fördersätze angesetzt. Wir sollten mit unseren beiden Partnern, den Gemeinden Ihrlerstein und Essing aktiv werden.

Im Zusammenhang mit dem Klimaschutzpaket der Bundesregierung soll der Individualverkehr zurück gedrängt werden. Dies soll u. a. auch mit einer erheblichen Verteuerung der fossilen Brennstoffe geschehen, d.h. Diesel und Benzin werden ab 2021 stärker besteuert und damit zu einer erheblichen Belastung, insbesondere der Pendler. Daher ist unverzüglich über die Verkehrsverbünde RVV und VKL ein vernünftig funktionierender und preislich akzeptabler öffentlicher Nahverkehr zu organisieren.

Radwege sind über Landkreisgrenzen hinweg auszubauen. Als erster Schritt ist ein Radweg in Richtung Deuerling, zumindest bis zur Abzweigung Schacha in Angriff zu nehmen. Damit werden Zwischenziele in der Form erreicht, dass das Kalkwerk Rygol für die dort beschäftigten Arbeitnehmer erschlossen wird. Weiterhin sind über Schacha auf verkehrsarmen Straßen die Radwege Richtung Laaber-/Naabtal und Regensburg erreichbar.

Zu einer vorausschauenden kommunalen Klimapolitik gehört nach unserer Auffassung, dass bei jeder Entscheidung die Auswirkungen auf Umwelt und Klima zu berücksichtigen sind. Wie bereits vorher ausgeführt, ist der Flächenverbrauch auf das Notwendige zu reduzieren. Gleiches gilt für die Flächenversiegelung. Unsere Interessen für ein sauberes Grundwasser sind bei Gestaltung des erweiterten Wasserschutzgebietes nachdrücklich einzubringen. Bei weiteren Baugebieten sollten erneuerbare Energien wie Photovoltaik und Solaranlagen Standard sein. Gleiches gilt für alternative Heizsysteme. Überregional sollte die Stromerzeugung über Windkraft nicht aus dem Auge verloren werden.

Zum Schluss noch ein Wort zu unseren Kandidaten. Sie sind überwiegend relativ aktiv in das Gesellschaftsleben der Gemeinde eingebunden. Ob als Vereinsvorstände bzw. -funktionäre oder in kirchlichen und anderen sozialen Organisationen engagiert, prägen sie die örtliche Gemeinschaft im wesentlichen mit. Ein erheblichen Anteil unseres gut funktionierenden Zusammenlebens ist mit ihnen verbunden. Sie müssen ihr Engagement für die Allgemeinheit nicht mehr ankündigen, sie tun es nahezu täglich und das seit Jahren.