Auf den Punkt gebracht

In Boin Leben und Wohnen und die soziale Gemeinde gestalten, sind für uns untrennbar verbunden. Bereits in der Vergangenheit haben wir mit Beginn der 80iger Jahre den jahrzehntelangen Stillstand in unserer Gemeinde beendet und den Prozess der Modernisierung eingeleitet. So wurden z.B. gegen teils erhebliche Widerstände die Schule erweitert, die Mehrzweckhalle gebaut und der Kindergarten "Villa Kunterbunt" errichtet. Zahlreiche Baugebiete wurden ausgewiesen, um günstigen Wohnraum, insbesondere auch für junge Familien zu schaffen. Zuletzt wurde im Rahmen der Städtebauförderung die Gestaltung des Ortszentrums eingeleitet und überwiegend auch bereits umgesetzt. Auch der Bau des AWO Wohn- und Pflegeheims wurde gegen deutlich negative Stimmen, auch aus dem Marktgemeindrat positiv begleitet.
Seit einiger Zeit scheint die Gestaltung unserer Infrastruktur wieder zu stagnieren. Aktuell scheint es so, dass nur das erledigt wird, was aktuell anfällt. Das vorgesehene Baugebiet in Painten ist bis heute nicht umgesetzt. Auch die weitere Gestaltung des Marktzentrums ist in den letzten fünf Jahren nicht weiter verfolgt worden. So wurden weder das ursprünglich vorgesehene Programm zur Gestaltung der Fassaden, noch die Entwicklung des Pernpeintner Geländes vorangetrieben. Selbst die Schaffung weiterer Kinderbetreuungsplätze wurde deutlich zu spät angegangen. Zur Sicherung der Ärzteversorgung und der Einkaufsmöglichkeiten vor Ort ist nichts zu hören.

Unsere Vorstellungen zu diesen Themen sind, dass wir Painten nicht weiter nach Außen vergrößern wollen. Baumöglichkeiten sollen innerhalb der heutigen Außengrenzen durch eine Abrundung des Ortsbildes geschaffen werden (Lücken schließen). Hier sind auch Leerstände und unbebaute Grundstücke zu berücksichtigen. Weiterhin sollten auch "Altbauten" erweitert werden können und kleinteiliger Mietwohnungsbau (nicht jeder kann oder will selbst bauen) ermöglicht werden, Mit dem Betreiber des Einkaufsmarktes und dem Inhaber der Arztpraxis wurden von unserer Seite Gespräche über deren Zukunftspläne geführt. Aus den Informationen ist abzuleiten, welche Auswirkungen ggf. für unsere Gemeinde zu erwarten werden können. Dies ist vorausschauend, um ggf. darauf rechtzeitig reagieren zu können. Ebenfalls wurde mit der AWO gesprochen, um evtl. weitere örtliche Bedürfnisse, z.B. Kurzzeitpflege, ect. abzudecken.

Wir wollen weiterhin das Pernpeintner Gelände zu einem kommunalen Sozialzentrum entwickeln. In Kürze dargestellt, soll nach unserer Auffassung ein Gemeinschaftshaus (der grundsätzliche Bedarf hierfür wurde übereinstimmend festgestellt) für eine Nutzung durch die Gemeinde (Ratssaal, Bücherei, kulturelle Veranstaltungen, usw.) die Pfarrei (Pfarr- und Jugendheim), andere soziale Gruppen (Mutter-Kind, Jugend-/Seniorentreff, ect.) und Vereine (ohne eigene Räumlichkeiten) entstehen. Es sei noch erwähnt, dass das derzeitige Pfarr- und Jugendheim, nicht mehr zeitgemäß ist und verschiedenen Anforderungen nicht mehr gerecht wird.

Entgegen den Aussagen in Boin Aktuell und dem letzten Bericht in der MZ ist das Gelände durchwegs bebaubar. Der Inhalt des Bodengutachtens wurde nur stark verkürzt wiedergegeben. Zwar ist richtig, dass der Untergrund nicht ideal ist, doch wird in der Expertise darauf hingewiesen, das je nach Bauweise, mit Keller (wird eine weiße Wanne empfohlen) oder ohne Keller (dann eine verstärkte Bodenplatte) das Grundstück bebaut werden kann. Je nach Bauvolumen ist evtl. der Untergrund durch geeignete Maßnahmen zu verbessern. Der Kostenaufwand hierfür hält sich nach unseren Informationen in Grenzen. Ungeachtet dessen, wurden alle angrenzenden Grundstücke mit dem gleichen Untergrund vor zig-Jahren, ohne Bodenuntersuchung und Untergrundverbesserung bebaut. Größere Bauschäden an diesen Häusern sind, zumindest äußerlich nicht erkennbar. Hier wollen wir nochmals unseren Vorschlag zum weiteren Vorgehen verdeutlichen:

  • Es ist ein Architektenbüro mit der Entwicklung des Geländes mit dem Ziel des Baues eine Gemeinschaftshauses zu beauftragen.
  • Nach oder gleichzeitig mit der Erstellung einer Vorplanung mit einer vorläufigen Kostenermittlung ist die Förderung der Maßnahme durch die Städtebauförderung oder auch ggf. anderer Stellen abzuklären.
  • Sollte nach Kenntnis dieser Informationen ein Bau und die Finanzierung darstellbar sein, ist mit den potenziellen Nutzern und den Bürgern (Öffentlichkeit) die Raumplanung und ggf. weitere Nutzungsmöglichkeiten abzustimmen.

Erst nach Vorlage dieser Informationen, kann über die weitere Vorgehensweise, für dieses in bester Lage gelegenen Grundstücks entschieden werden. Erst dann werden wir auch den Vorgaben der Städtebauförderung gerecht. Wir sind und waren nicht bereit, den dritten oder vierten Schritt vor dem Ersten zu tun.